Auch wenn dieser Winter bisher sehr mild ausfällt ist er dennoch eine Herausforderung für unsere Haut. Die Temperaturunterschiede zwischen drinnen und draußen, die trockene Heizungsluft und vor allem trockene Luft setzen ihr zu. Was wir tun können, um sie gesund durch den Winter zu bekommen verrät uns heute Dr. Kerstin Schallaböck, Allgemeinmedizinerin, 4-fach Mama und Gründerin von KAMI skincare.
„Wenn wir echter Kälte ausgesetzt sind, drosselt der Körper die Durchblutung der Haut, um die Wärme des Körpers für unsere Organe zu erhalten. Durch die schwächere Durchblutung sind auch Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr niedriger, der Stoffwechsel der Haut läuft auf Sparflamme. Dadurch wird auch die Talgproduktion unserer Haut niedriger und unsere Haut wird weniger vor dem Austrocknen geschützt. Trockene Haut wird spröde, das sorgt für weiteren Feuchtigkeitsverlust, Heizungsluft verschlimmert die Situation. Die Haut spannt, juckt, rötet sich und schuppt.
Die Talgproduktion von Kinderhaut ist im Vornherein schon niedriger, außerdem ist Kinderhaut dünner und daher noch mehr gefährdet. Schutz ist hier wichtig, auch wenn Kinder das Eincremen gar nicht mögen.
Was ist bei Hautpflege im Winter zu bedenken?
Es geht um Zweierlei: wir müssen erstens unserer Haut ausreichend Feuchtigkeit zuführen und zweitens, dafür sorgen, dass diese Feuchtigkeit nicht verloren geht also nicht austrocknet.
Feuchtigkeit zuführen:auch im Winter braucht die Haut Feuchtigkeitscremen oder Seren. Natürlich kann man auch gleich nach dem Baden bzw. Waschen das Verdunsten des aufgenommenen Wassers durch Körper- oder Gesichtsöle verhindern. Außerdem sollte man auch im Winter darauf achten, ausreichend zu trinken.
Feuchtigkeit bewahren:um den sogenannten transepidermalen Wasserverlust zu verringern, sollte die Haut durch rückfettende Produkte geschützt werden. Durch sogenannte Okklusion – also Zudecken – entsteht eine Barriere, die die Feuchtigkeit am Verdunsten hindert.
In diesem Zusammenhang wird in zahlreichen Medien derzeit das sogenannte"slugging"propagiert. Darunter versteht man das dicke Eincremen des Gesichts mit Fettcremen, oft wird hier Vaseline empfohlen. Vaseline ist ein Mineralölprodukt und obwohl es natürlich absolut rein und gesundheitlich unbedenklich ist, kann unsere Haut damit nicht arbeiten, es wird ihr also nichts zugeführt. Jedes natürliche Öl ist für die Haut wertvoller, da es Fettsäuren und Nährstoffe zuführt. Durch diese dicke Fettschicht wird viel Wasser in der Haut gehalten, also am Verdunsten gehindert. Bei extremer Beanspruchung und sehr trockener Haut kann das von Vorteil sein, im Normalfall wird aber viel in Kleidung und Bettwäsche landen.
KAMI SOS Hautpflegeöl enthält neben Linol- und Linolensäuren, die der Zusammensetzung unserer Haut sehr ähnlich sind, auch einer Vielzahl von Nährstoffen und Spurenelementen, die die Haut zusätzlich beruhigen und ausgleichen. Wenn Sport und Spiel im Freien geplant ist, eignet sich der KAMI SOS Balsam noch besser, er enthält auch Sheabutter, Bienenwachs und pflanzliches Linolen, also ein ideales Produkt für „slugging“.
Außerdem ist es im Winter wichtig,richtig zu baden oder zu duschen:das Wasser sollte nicht zu heiß sein – ca 35 Grad Celsius sind gut – und man sollte auf austrocknende Seife und alles, was den pH -Wert der Haut zusätzlich belastet, verzichten. Ideal sind pH hautneutrale Waschprodukte wie zB das KAMI Waschfluid.
Problemhaut im Winter:
Menschen mit atopischer Dermatitis/Neurodermitis leiden im Winter stärker unter Schüben da ihre Haut noch leichter austrocknet. Hier sollte vorbeugend mit Hautbarriere stärkenden Produkten gearbeitet werden, die die Widerstandsfähigkeit der Haut verbessern. Wenn das Austrocknen verhindert werden kann, sinkt auch die Entzündungsbereitschaft. Wasser in Öl Emulsionen oder Öle sind sehr gut geeignet und auch das KAMI SOS Hautpflegeöl und der KAMI SOS Balsam unterstützen und beruhigen hier ideal.
In diesem Sinne wünsche ich Euch noch schöne Feiertage
Was tun bei Neurodermitis – besonders bei Kindern? Dr. Kerstin Schallaböck, Ärztin und KAMI-Gründerin, hat das Osmose Basenbad entwickelt, das die Hautbarriere schon beim Baden stärkt und Juckreiz lindert. Jetzt im Crowdfunding: Früh unterstützen und beim Package-Deal richtig sparen.
Stress ist einer der häufigsten Auslöser für Neurodermitis-Schübe – bei Kindern wie bei Erwachsenen. Dr. med. Kerstin Schallaböck, Ärztin und vierfache Mama, erklärt, wie chronisch erhöhtes Cortisol die Hautbarriere schwächt, warum Mütter besonders gefährdet sind – und welche einfachen Rituale den Unterschied machen können.
Männer pflegen ihre Haut – aber oft mit Produkten, die gar nicht für sie gemacht sind. Denn Männerhaut ist anders als die Haut von Frauen: Sie ist dicker, produziert mehr Talg, ist regelmäßig dem Rasierapparat ausgesetzt und reagiert auf Sport, Kälte und Stress mit Irritationen, die viele einfach hinnehmen.
Dr. med. Kerstin Schallaböck, Allgemeinmedizinerin, Hautexpertin und Gründerin von KAMI skincare, erklärt in unserem Interview, was Männerhaut wirklich braucht, warum trockene Haut mehr ist als eine Kleinigkeit und welche Rolle Erkrankungen wie Neurodermitis bei Männern spielen.
Warum Männerhaut eigene Pflege braucht und was sie von der Haut von Frauen unterscheidet
Kerstin, viele Männer denken: Haut ist Haut. Wozu also eine eigene Pflegeroutine für Männerhaut?
Dr. Kerstin Schallaböck: Haut ist definitiv nicht gleich Haut. Männerhaut ist im Schnitt etwa 25 % dicker als Frauenhaut, produziert deutlich mehr Talg und hat eine höhere Kollagendichte. Das klingt zunächst nach Vorteil – aber die Kehrseite ist: Männerhaut ist täglich stärkeren Belastungen ausgesetzt. Die Rasur ist dabei das offensichtlichste Beispiel: Jede Rasur ist eine Art Mini-Trauma für die Hautbarriere. Selbst mit einem guten Rasierer entstehen mikroskopisch kleine Verletzungen, durch die Reizstoffe leichter eindringen können.
Dazu kommt: Männer schwitzen bei körperlicher Belastung stärker, sind oft länger im Freien – Sonne, Kälte, Wind – und greifen bei der Pflege häufig zu Produkten, die zu aggressiv reinigen oder zu wenig rückfetten. Das Ergebnis: gereizte, trockene Haut, Spannungsgefühle, Rötungen. Oft wird das ignoriert oder als normal abgetan. Dabei ist es ein klares Signal, dass die Haut Unterstützung braucht.
Rasur, Rötungen, Problemhaut: Wenn die Haut nach dem Rasieren aufschreit
Was genau passiert bei der Rasur mit der Haut und wie kann man Problemhaut nach der Rasur beruhigen?
Dr. Kerstin Schallaböck: Die Klinge entfernt nicht nur Haare, sie schabt auch die oberste Schutzschicht der Haut ab. Das schwächt die Hautbarriere vorübergehend und macht sie anfällig für Rötungen, Brennen und eingewachsene Haare. Bei Männern mit ohnehin empfindlicher oder zu Irritationen neigender Problemhaut kann das schnell zum Teufelskreis werden.
Das KAMI SOS Hautpflege-Öl ist hier mein klarer Favorit als After-Shave-Pflege: Es zieht schnell ein, hinterlässt kein fettiges Gefühl, beruhigt Rötungen sofort und stärkt die Hautbarriere nachhaltig. Die enthaltenen Pflanzenöle wie Traubenkernöl oder Pflaumenkernöl wirken entzündungshemmend und regenerierend, ohne die Poren zu verstopfen. Für besonders trockene oder raue Hautstellen empfehle ich zusätzlich den KAMI SOS Balsam.
Trockene Haut nach dem Sport oder Duschen – und was herkömmliche Duschgels damit zu tun haben
Viele Männer duschen wegen des Sports täglich mehrfach. Was macht das mit der Haut?
Dr. Kerstin Schallaböck: Häufiges Duschen ist an sich kein Problem – wenn man es richtig macht. Das Hauptproblem sind aggressive Tenside in herkömmlichen Duschgels und Seifen, die den pH-Wert der Haut aus dem Gleichgewicht bringen. Der natürliche pH-Wert der Haut liegt bei etwa 5,5, er ist also leicht sauer. Viele Reinigungsprodukte sind deutlich alkalischer und zerstören damit den sogenannten Säureschutzmantel, der die Haut vor äußeren Reizen schützt.
Das Ergebnis kennen viele: Haut, die nach dem Duschen spannt, juckt oder sich trocken und rau anfühlt. Besonders bei Männern, die täglich Sport machen und mehrfach duschen, summiert sich dieser Effekt. Deshalb haben wir das KAMI Waschfluid entwickelt: Eine Öl-Dusche, die pH-hautneutral ist und beim Waschen gleichzeitig rückfettet. Sie bildet mit Wasser eine sanfte Reinigungsemulsion – die Haut wird gereinigt, aber nicht ausgetrocknet. Wer keine Zeit hat, sich nach dem Duschen aufwendig einzucremen, dem passiert die Pflege hier quasi nebenbei.
Das Waschfluid eignet sich auch als Alternative zur Handseife. Dabei werden trockene, gerötete Hände mit Schwielen oder Entzündungen gepflegt.
Juckende Kopfhaut: Das Männerproblem, über das kaum jemand spricht
Juckende oder schuppige Kopfhaut – auch dafür ist eines der KAMI Produkte sehr gut geeignet. Wie verbreitet ist das Problem bei Männern?
Dr. Kerstin Schallaböck: Sehr verbreitet und sehr unterschätzt. Männer tragen häufiger Mützen oder Helme, schwitzen unter Kopfbedeckungen und verwenden oft Shampoos, die zu stark reinigen. Trockene, juckende oder schuppige Kopfhaut ist die logische Folge, denn die Kopfhaut ist ja keine andere Haut als der Rest des Körpers – sie braucht Feuchtigkeit und Pflege genauso.
Der KAMI 2-Phasen-Pflegespray hat sich hier besonders bewährt: Er kombiniert eine feuchtigkeitsspendende Bio-Aloe-Vera-Phase mit einer nährenden Ölphase – ohne Emulgatoren, dafür mit der echten Kraft beider Phasen. Die Anwendung ist denkbar einfach: schütteln, direkt auf die Kopfhaut auftragen, mindestens 10–15 Minuten einwirken lassen, dann wie gewohnt waschen. Viele Männer berichten schon nach wenigen Anwendungen von deutlicher Besserung – auch solche, die vorher alle medizinischen Shampoos durchprobiert hatten.
Neurodermitis bei Männern: Wenn trockene Haut mehr ist als ein Komfortproblem
KAMI skincare wurde ursprünglich für deinen Sohn mit Neurodermitis entwickelt. Wie relevant ist die Erkrankung bei Männern?
Dr. Kerstin Schallaböck: Neurodermitis, medizinisch atopische Dermatitis, betrifft jedes achte Kind und jeden zwanzigsten Erwachsenen. Bei Männern belastet zusätzlich der typische Alltag wie Rasur, Sport und wechselnde Temperaturen, was bestehende Neurodermitis-Symptome regelmäßig triggert. Viele Betroffene merken gar nicht, dass hinter ihrer chronisch trockenen, juckenden oder geröteten Haut eine Neurodermitis steckt, weil sie die Symptome als normales „Männerhaut-Problem" abtun.
Was passiert bei Neurodermitis in der Haut – und warum reicht Kortison allein nicht?
Was steckt hinter der Erkrankung und warum ist die herkömmliche Therapie oft nicht ausreichend?
Dr. Kerstin Schallaböck: Das Kernproblem bei Neurodermitis ist eine gestörte Hautbarriere. Die Haut kann Feuchtigkeit nicht richtig halten und ist gleichzeitig viel durchlässiger für Reizstoffe, Allergene und Bakterien. Das löst Entzündungsreaktionen aus – und der typische Kreislauf aus Juckreiz, Kratzen, Wundsein und erneuter Entzündung beginnt.
Kortison bekämpft die Entzündung – das ist wichtig und richtig in akuten Phasen. Aber es repariert nicht die Hautbarriere selbst. Genau das ist mein Ansatz mit KAMI: Produkte, die die Hautbarriere von Grund auf stärken, die Haut mit den richtigen Fettsäuren und Wirkstoffen versorgen und so langfristig die Schubhäufigkeit reduzieren. Als Ergänzung zur ärztlichen Therapie.
Ein wichtiger Faktor, der bei Männern oft übersehen wird: Stress ist einer der stärksten Auslöser für Neurodermitis-Schübe. Das Stresshormon Cortisol verstärkt Entzündungsprozesse und schwächt die Hautbarriere obendrein. Deshalb sind in unseren Produkten auch die ätherischen Öle – Lavendelöl und Blue Tansy – kein Zufall: Sie wirken über den Geruchssinn auf das Nervensystem, beruhigen und unterbrechen so auch diesen Stresskreislauf.
Wann sollten Männer mit Verdacht auf Neurodermitis zum Arzt?
Ab wann ist trockene, juckende Haut mehr als Alltag – und wann braucht es ärztliche Abklärung?
Dr. Kerstin Schallaböck: Wenn die Haut chronisch trocken und juckend ist, sich die Symptome in bestimmten Körperregionen wie Ellbogen, Kniekehlen, Hals oder Gesicht häufen und auf gewöhnliche Pflegeprodukte nicht ansprechen – dann sollte man das abklären lassen. Und wenn Anzeichen einer Infektion dazukommen: gelbliche Krusten, starke Rötung mit Wärme oder gar Fieber, dann bitte sofort zum Arzt. Das sind Zeichen für eine bakterielle Superinfektion, die medizinische Behandlung braucht.
KAMI skincare für Männer: Welches Produkt hilft bei welchem Hautproblem?
Gib uns bitte eine kurze Orientierung: Was empfiehlst du Männern mit welchem Hautproblem?
Dr. Kerstin Schallaböck: Sehr gerne:
• Nach der Rasur, bei Rötungen und Irritationen: KAMI SOS Hautpflege-Öl. Zieht schnell ein, beruhigt sofort, kein fettiges Gefühl.
• Bei sehr trockener Haut, rissigen Händen oder Problemzonen wie Ellbogen und Knien: KAMI SOS Balsam. Reichhaltig, nährend, mit Sheabutter.
• Bei juckender, schuppiger oder gereizter Kopfhaut: KAMI 2-Phasen-Pflegespray. Schütteln, aufsprühen, einwirken lassen, waschen.
• Als tägliche Reinigung bei trockener oder empfindlicher Haut, auch bei Neurodermitis: KAMI Waschfluid. pH-neutral, rückfettend, keine aggressiven Tenside.
• Bei Neurodermitis-Schüben: Kombination aus SOS Öl (direkt nach dem Duschen auf noch feuchte Haut oder ins Badewasser) und SOS Balsam für besonders trockene Stellen. Als Ergänzung zur ärztlichen Therapie.
Kerstin, vielen Dank für das Gespräch!
Dr. Kerstin Schallaböck: Sehr gerne! Ich glaube, viele Männer leiden stiller als nötig – sei es mit trockener Haut nach dem Sport, mit Irritationen nach der Rasur oder mit chronischen Hautproblemen wie Neurodermitis. Dabei gibt es natürliche, wirksame Lösungen, die ohne Chemie auskommen. Fühlt euch wohl in eurer Haut!