Zum Inhalt springen
Versand in die EU & Schweiz – kostenfrei ab 60 Euro
Bekannt aus „2 Minuten 2 Millionen – Die PULS 4 Start-Up-Show“
KAMI skincare hilft Neurodermitikern im Sommer

Neurodermitis im Sommer: Wie die warme Jahreszeit die Haut fordert – und was wirklich hilft

Für viele Menschen mit Neurodermitis ist der Sommer keine Erleichterung – er ist eine Herausforderung. Während andere fröhlich im Pool plantschen, Eis essen und die Sonne genießen, kämpfen Betroffene mit Juckreiz, Rötungen und Schüben, die sich scheinbar aus dem Nichts verschlimmern. Als Ärztin und Gründerin von KAMI skincare kenne ich das aus meiner eigenen Familie: Mein Sohn Kami hatte Neurodermitis – und der Sommer war lange die schwierigste Jahreszeit für seine Baby-Haut.

Was steckt hinter diesem Phänomen? Und was können Betroffene konkret tun? In diesem Artikel erkläre ich die drei häufigsten Sommer-Trigger bei atopischer Dermatitis, was die Forschung dazu sagt – und welche einfachen Maßnahmen wirklich einen Unterschied machen.

Warum trifft der Sommer Neurodermitis-Haut so hart? Die kurze Antwort.

Neurodermitis – medizinisch: atopische Dermatitis – ist eine chronische Entzündungserkrankung der Haut, die auf einer gestörten Hautbarriere basiert. Die Haut kann Feuchtigkeit nicht ausreichend speichern, reagiert übermäßig auf äußere Reize und gerät bei bestimmten Triggern in eine Entzündungsspirale. Im Sommer kommen gleich mehrere dieser Trigger gleichzeitig zusammen: Hitze, Schweiß, Chlorwasser und Sonnenschutzmittel, die oft Duftstoffe und synthetische Filter enthalten.

Das Ergebnis: Die Haut, die ohnehin schon im Dauerstress ist, wird von mehreren Seiten gleichzeitig belastet. Kein Wunder, dass der Juckreiz steigt und Schübe häufiger werden.

Trigger #1: Schweiß – wenn die körpereigene Kühlung zur Belastung wird

Schwitzen ist lebensnotwendig – es reguliert unsere Körpertemperatur. Doch bei Menschen mit Neurodermitis hat Schweiß eine Besonderheit: Er enthält Salze, Harnstoff und andere Substanzen, die den ohnehin fragilen pH-Wert der Haut weiter verschieben und die geschädigte Barriere zusätzlich reizen.

Dazu kommt: Betroffene mit atopischer Dermatitis schwitzen anders. Eine Studie im Journal of Investigative Dermatology (Böhm et al., 2019) zeigte, dass die Schweißdrüsenfunktion bei Neurodermitis verändert ist: Sowohl das Volumen als auch die Zusammensetzung des Schweißes weicht von der gesunder Haut ab. Auch die antimikrobielle Schutzfunktion des Schweißes ist beeinträchtigt, was das Risiko für bakterielle Sekundärinfektionen wie Staphylococcus aureus – einem bekannten Trigger für Neurodermitis-Schübe – erhöht.

Der pH-Wert der gesunden Haut liegt bei etwa 5,5 – leicht sauer. Dieser sogenannte Säureschutzmantel schützt vor Keimen und hält die Hautbarriere intakt. Schweiß kann diesen Wert verschieben und die Barrierefunktion weiter schwächen. Wer schwitzt und sich nicht zeitnah wäscht und pflegt, gibt diesen Prozessen freie Bahn.

Was hilft:

      Nach dem Schwitzen lauwarm (nicht heiß!) abduschen – idealerweise mit einem pH-neutralen Waschfluid ohne aggressive Tenside, wie dem KAMI Pflegenden Waschfluid

      Direkt nach dem Duschen die Pflege auf die noch leicht feuchte Haut geben – das verschließt die Feuchtigkeit in der Haut

      Lockere Kleidung aus Baumwolle oder Seide tragen – Synthetikfasern stauen Wärme und Schweiß, was den Juckreiz verstärkt

Trigger #2: Chlor und Salzwasser – der heimliche Feuchtigkeitsräuber

Ein Sprung ins kühle Wasser – das klingt nach Erfrischung und Erleichterung. Doch sowohl Schwimmbadwasser (Chlor) als auch Meerwasser (Salz) können bei Neurodermitis-Haut erhebliche Probleme verursachen.

Chlor greift die Lipidschicht der Haut an – jene fettige Schutzschicht, die bei atopischer Dermatitis ohnedies defizitär ist. Eine Untersuchung im British Journal of Dermatology (Veysey & Higgins, 2017) dokumentierte, dass regelmäßiges Baden in gechlorten Bädern die Barrierefunktion sensitiver Haut messbar verschlechtert. Die Haut trocknet schneller aus, wird rauer und reagiert empfindlicher auf weitere Reize.

Salzwasser kann ähnlich wirken: Durch den osmotischen Effekt entzieht das Meerwasser der Haut Feuchtigkeit – besonders in bereits gerissenen oder entzündeten Bereichen führt das zu Brennen und Reizungen. Einzelne Studien zeigen allerdings auch, dass Balneo-Phototherapie (Salzbäder kombiniert mit UV-Licht) unter kontrollierten Bedingungen bei manchen Neurodermitis-Patienten wirksam sein kann – das ist jedoch etwas ganz anderes als ein Strandbesuch ohne anschließende Pflegeroutine.

Was hilft:

      Direkt nach dem Baden duschen und gründlich abspülen – auch am Strand ist eine Süßwasser-Dusche oder zumindest Abspülung mit mitgebrachtem Wasser sinnvoll

      Unmittelbar nach dem Abtrocknen (sanft, nicht reiben!) die Haut pflegen – das Zeitfenster von wenigen Minuten nach dem Bad ist entscheidend!

      Leichte Pflegeöle statt schwerer Cremes: Im Sommer sind nicht-komedogene Öle wie das KAMI SOS Hautpflege-Öl oft die bessere Wahl – sie ziehen schnell ein, sind leicht und hinterlassen kein klebriges Gefühl in der Hitze.

Trigger #3: Sonnenschutz – notwendig, aber nicht immer unproblematisch

Sonnenschutz ist unverzichtbar – auch und gerade für empfindliche Haut. UV-Strahlung kann Entzündungsreaktionen verstärken und die Haut langfristig schädigen. Doch viele konventionelle Sonnencremes sind für Neurodermitis-Haut problematisch: Sie enthalten chemische UV-Filter, Duftstoffe, Konservierungsstoffe und emulgierende Substanzen, die bekannte Kontaktallergene darstellen.

Eine Übersichtsarbeit im Contact Dermatitis Journal (Scheuer & Warshaw, 2012) identifizierte Duftstoffe und bestimmte UV-Filter (insbesondere Benzophenone wie Oxybenzon) als häufige Auslöser von Kontaktallergien bei atopischer Haut. Das Paradoxon: Das Produkt, das die Haut schützen soll, löst selbst eine Reaktion aus.

Die Alternative: mineralischer Sonnenschutz auf Basis von Zinkoxid und/oder Titandioxid. Diese physikalischen Filter liegen auf der Haut auf und reflektieren UV-Strahlen, anstatt sie chemisch zu absorbieren. Studien zeigen, dass mineralische Filter besser verträglich für sensitive Haut sind – und Zinkoxid hat zusätzlich entzündungshemmende Eigenschaften, die bei Neurodermitis sogar vorteilhaft sein können (Gupta et al., 2014, Skin Pharmacology and Physiology).

Was hilft:

      Mineralischen Sonnenschutz (Zinkoxid oder Titandioxid) bevorzugen – ohne Duftstoffe, ohne Oxybenzon, ohne Alkohol

      Neue Produkte zuerst an einer kleinen Stelle testen, bevor sie großflächig aufgetragen werden

      Sonnenschutz nicht auf entzündete, nässende oder offene Hautstellen auftragen – das kann Reizungen verschlimmern

Was wirklich hilft: Die KAMI Sommer-Pflegeroutine für empfindliche Haut

Die gute Nachricht: Mit der richtigen Routine lässt sich der Sommer auch mit Neurodermitis genießen. Das Grundprinzip ist einfach: weniger ist mehr, und Konsistenz schlägt Komplexität.

Kühle Duschen statt heißer Bäder
Heißes Wasser löst die natürlichen Schutzlipide der Haut und verstärkt Juckreiz. Eine Metaanalyse von 13 kontrollierten Studien bestätigte, dass tägliches Baden und Duschen atopische Neurodermitis nicht verschlimmert – wenn das Wasser lauwarm (maximal 36–37 °C) ist und die Badezeit auf 5–10 Minuten begrenzt bleibt. Im Sommer können kühle Duschen sogar aktiv juckreizlindernd wirken, da Kälte die Nervenfasern, die Juckreizsignale übermitteln, vorübergehend dämpft. Außerdem werden durch das Baden oder Duschen Allergene von der Haut entfernt und die Haut durchfeuchtet.

Leichte Öle statt schwerer Cremes
Im Sommer neigen schwere, fettige Cremes dazu, Poren zu verschließen und das Wärmegefühl auf der Haut zu verstärken – beides kontraproduktiv. Leichte, schnell einziehende Pflegeöle hingegen versorgen die Haut mit den notwendigen Fettsäuren, ohne sie zu überladen. Das KAMI SOS Hautpflege-Öl enthält beispielsweise Murmelöl, das für seine entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt ist, sowie weitere hochwertige Pflanzenöle, die die Hautbarriere stärken – ohne Kortison und ohne künstliche Zusätze.

Lose Kleidung aus Naturmaterialien
Synthetikfasern und enge Kleidung verstärken Reibung, stauen Hitze und Schweiß – ein direkter Trigger für Neurodermitis-Schübe. Weiche Baumwolle und Seide sind die haut­freundlichsten Alternativen: Sie regulieren die Temperatur, lassen die Haut atmen und verursachen kaum Reibung. Spezielle Neurodermitis-Kleidung aus zertifiziertem OEKO-TEX-Material kann bei starken Schüben eine sinnvolle Investition sein.

Sofortige Pflege nach dem Baden – das Zeitfenster nutzen
Direkt nach dem Duschen oder Baden ist die Haut am aufnahmefähigsten. Studien zeigen, dass eine Feuchtigkeitspflege innerhalb von drei Minuten nach dem Abtrocknen die Wirksamkeit deutlich erhöht – die Haut ist noch leicht feucht und nimmt Wirkstoffe besser auf. Diese sogenannte Soak-and-Seal-Methode ist eine der am besten belegten Pflegestrategien bei atopischer Dermatitis (Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, 2022).

Das KAMI SOS Hautpflege-Öl lässt sich direkt ins Badewasser geben (1–2 Pipetten reichen) oder auf die noch feuchte Haut auftragen – besonders für Kinder, die sich ungern eincremen lassen, eine ideale Lösung.

Ein oft vergessener Faktor: Schlaf und Juckreiz in Sommernächten

Warme Nächte sind für Neurodermitis-Betroffene oft besonders schlimm. Hitze verstärkt den Juckreiz – physiologisch erklärt dadurch, dass Wärme die Freisetzung von Histamin und anderen Entzündungsmediatoren fördert. Gleichzeitig ist Schlafmangel selbst ein bekannter Trigger für Schübe: Er erhöht den Cortisolspiegel, was wiederum Entzündungsprozesse anheizt.

Eine Studie im Journal of Allergy and Clinical Immunology (Chiang et al., 2021) zeigte, dass Schlafstörungen bei Kindern mit atopischer Dermatitis die Krankheitsaktivität signifikant verschlimmern – ein Teufelskreis, der im Sommer durch die Hitze zusätzlich angeheizt wird.

Praktische Tipps für bessere Sommernächte:

      Schlafzimmer kühlen (Rollläden tagsüber schließen, nachts lüften)

      Bettzeug aus Baumwolle oder Seide – kein Synthetik

      Abends kühl duschen und direkt danach die Haut pflegen, z.B. mit dem KAMI SOS Hautpflegebalsam

      Bei Kindern: Kratzhandschuhe bzw. Kratzschutzbodys aus Baumwolle für die Nacht

KAMI im Sommer: Weniger Inhaltsstoffe, mehr Wirkung

Ich habe KAMI skincare ursprünglich für meinen Sohn entwickelt – aus dem Bedürfnis heraus, eine Pflege zu finden, die wirklich hilft, ohne die Haut mit synthetischen Inhaltsstoffen weiter zu belasten. Das Grundprinzip, das mich damals geleitet hat, gilt im Sommer mehr denn je: Weniger ist mehr.

Unsere Produkte enthalten keine künstlichen Duftstoffe, kein Kortison, keine aggressiven Tenside. Sie sind darauf ausgelegt, die Hautbarriere zu stärken – mit hochwertigen Pflanzenölen, die die Haut mit den richtigen Fettsäuren versorgen, und natürlichen Wirkstoffen wie Murmelöl, Copaiba-Balsam und Bio-Aloe-Vera.

Unsere Empfehlungen für den Sommer:

      KAMI SOS Hautpflege-Öl: Direkt nach dem Baden oder Duschen auf die feuchte Haut – oder direkt ins Badewasser. Leicht, schnell einziehend, entzündungshemmend.

      KAMI 2-Phasen-Pflegespray: Für unterwegs und zwischendurch – kombiniert Bio-Aloe-Vera mit unserer Ölmischung, kühlt und beruhigt sofort. Ideal für heiße Sommertage.

      KAMI Pflegendes Waschfluid: pH-hautneutrale Reinigung ohne aggressive Tenside – auch im Sommer, auch mehrfach täglich, auch im Urlaub.

      KAMI SOS Hautpflegebalsam: Für besonders trockene Stellen wie Ellbogen, Kniekehlen oder Hände – reichhaltig und nährend, auch wenn die Haut nach einem Schub besonders rissig ist. Angenehm bei Juckreiz, vor allem nachts.

Fazit: Sommer und Neurodermitis – es geht, wenn man weiß wie

Neurodermitis im Sommer ist eine Herausforderung – aber keine unüberwindbare. Die drei großen Trigger (Schweiß, Chlor und Sonnenschutzmittel) sind bekannt und lassen sich mit der richtigen Routine entschärfen. Das Wichtigste: direkt nach dem Kontakt mit Wasser oder Schweiß pflegen, auf mineralischen Sonnenschutz setzen und der Haut mit leichten, natürlichen Pflegeprodukten das geben, was sie braucht – ohne synthetische Reize.

Euer Körper, eure Haut – sie ist nicht kaputt. Sie braucht nur die richtige Unterstützung.

Alles Liebe, eure Kerstin