Neurodermitis, auch als atopische Dermatitis bekannt, ist eine chronische Hauterkrankung, die durch trockene, juckende und entzündete Haut gekennzeichnet ist. Der Herbst kann für Menschen mit Neurodermitis eine besonders schwierige Zeit sein, da die kühle, trockene Luft und Temperaturschwankungen die Symptome verschlimmern können. Wie man am besten damit umgeht erzählt uns heute Dr. Kerstin Schallaböck, Allgemeinmedizinerin, Mutter von vier Kindern und KAMI skincare Gründerin.
"Im Herbst finden auch bei Menschen eine deutliche Veränderung in der Haut statt, auch wir wechseln unser Fell, wie unsere Haustiere. Dazu kommt, dass sowohl Kinder in der Schule als auch Erwachsene nach den Ruhephasen des Sommers verstärkt mit Stressfaktoren konfrontiert sind. Das führt zu einer höheren Sensibilisierung für allfällige Trigger und Allergene. Ich möchte Euch heute an ein paar Tipps erinnern, die ihr vielleicht alle schon gehört habt, aber vielleicht im täglichen Leben vergesst":
So kümmert man sich um entzündliche Haut:
Feuchtigkeit spenden:Halte die Haut gut mit Feuchtigkeit versorgt, indem Du regelmäßig hypoallergene, parfümfreie Feuchtigkeitscremes oder Salben verwendest. Vermeide Produkte mit irritierenden Inhaltsstoffen. Meine KAMI skincare Produkte enthalten alle nur Inhaltsstoffe, die speziell wegen ihrer positiven Wirkung bei Entzündungen ausgewählt wurden.
Sanfte Reinigung:Verwende immer milde, seifenfreie Reinigungsmittel, um die Haut zu reinigen so wie zum Beispiel unser KAMI Wasch-Fluid. Vermeide auch heißes Wasser, da es die Haut austrocknen kann. Nach dem Waschen die Haut sanft abtupfen, anstatt sie zu rubbeln.
Kurze Bäder:Immer kurze, lauwarme Bäder oder Duschen nehmen, um die Haut nicht zusätzlich auszutrocknen. Füge dem Bad keine irritierenden Substanzen wie Duftstoffe oder Schaumbäder hinzu. Das KAMI Wasch-Fluid ist extrem rückfettend und erspart fast das Eincremen nach dem Bad oder Dusche.
Heizungsluft vermeiden:Versuche, übermäßige Heizungsluft zu vermeiden, da sie die Luft austrocknen kann. Verwende einen Luftbefeuchter, um die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen aufrechtzuerhalten, auch feuchte Handtücher oder Wäsche aufhängen kann helfen, genauso wie Pflanzen, die das Wohnraumklima verbessern (aber bitte nicht im Schlafzimmer!)
Allergene reduzieren:Versuche, Allergene zu reduzieren, die Deine Neurodermitis verschlimmern könnten, wie zum Beispiel Staubmilben, Tierhaare oder Pollen. Die Wohnung lieber "uncluttert" und sauber, immer gut gelüftet halten.
Beruhigende Kompressen:Bei starkem Juckreiz können kalte, feuchte Kompressen vorübergehende Linderung verschaffen. Unter der feuchten Kompresse kann man zB das KAMI SOS Hautpflegeöl auftragen, bitte sanft auf die betroffenen Hautstellen tupfen.
Medikamentöse Behandlung: Während des Schubes sollten die Anweisungen Ihres Dermatologen bezüglich verschriebener topischer Medikamente oder Salben zur Linderung von Symptomen befolgt werden, hier muss vermieden werden, dass die Stellen blutig und offen werden..
Ernährung und Hydratation:Achte auf ausgewogene Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr, da eine gesunde Ernährung und ausreichende Hydratation die Hautgesundheit unterstützen können. Kinder vergessen gerne, ausreichend zu trinken, hier sollte man ab und zu erinnern.
Konsultiere einen Arzt oder Dermatologen Deines Vertrauens:Wenn die Symptome im Herbst besonders schwerwiegend sind, ist es ratsam, sich um eine individuelle Behandlungsstrategie zu kümmern und eventuell Pflege und Behandlung anzupassen.
Ich hoffe, dass Ihr diese herrliche Jahreszeit trotzdem genießen könnt und wünsche Euch
Periorale Dermatitis (Mundrose) erkennen, verstehen und richtig behandeln
Kleine, gerötete Pusteln rund um den Mund, die aussehen wie Unreinheiten, aber einfach nicht abheilen wollen – egal, wie viele Pflegeprodukte man ausprobiert? Das könnte periorale Dermatitis sein, umgangssprachlich auch „Mundrose" genannt. Gerade Frauen, die sich sehr bewusst pflegen und viel auf ihre Haut achten, sind oft betroffen und vom plötzlichen Auftreten dieser wie Unreinheiten wirkenden Rötungen besonders irritiert. In diesem Beitrag erfährst du, was periorale Dermatitis ist, was die häufigsten Auslöser sind – und was bei der Behandlung wirklich hilft.
Was ist periorale Dermatitis?
Periorale Dermatitis (auch periorifizielle Dermatitis) ist ein entzündlicher Hautausschlag im Gesicht, der sich typischerweise durch kleine, gerötete Papeln und Pusteln rund um den Mund zeigt – häufig mit einem schmalen, ausgesparten Streifen direkt an der Lippe. Manchmal breitet sich das Bild auch auf die Nasenfalten oder die Augenpartie aus. Weil das Erscheinungsbild an Akne oder Rosazea erinnert, wird periorale Dermatitis nicht selten zunächst falsch eingeschätzt und entsprechend falsch behandelt.
Betroffen sind ganz überwiegend Frauen zwischen 20 und 55 Jahren – rund 90 % der Fälle. Gelegentlich tritt die Erkrankung aber auch bei Kindern auf.
Woher kommt der Name „Stewardessenkrankheit"?
Periorale Dermatitis wurde früher häufig auch als „Stewardessenkrankheit" bezeichnet. Der Grund: Sie trat auffällig oft bei Frauen auf, deren Berufsalltag eine besonders intensive Gesichtspflege- und Make-up-Routine erforderte. Genau dieser Zusammenhang – viele, oft reichhaltige Produkte auf ohnehin gereizter Haut – gilt bis heute als einer der zentralen Risikofaktoren.
Periorale Dermatitis: Die häufigsten Auslöser
Häufige Auslöser sind neben den zu reichhaltigen Cremes und Wirkstoffseren auch bestimmte Zahnpasten sowie Hormonveränderungen, gerade in der Perimenopause oder nach Schwangerschaften. Weitere dokumentierte Trigger sind Kaugummi sowie bestimmte Inhaltsstoffe in Kosmetik- und Sonnenschutzprodukten.
Besonders tückisch: kortisonhaltige Gesichtscremes. Sie beruhigen die Rötung erst, verschlimmern sie beim Absetzen aber oft umso mehr – ein Teufelskreis, den viele Betroffene erst spät durchschauen. Topische Kortisonpräparate im Gesicht gelten damit als der stärkste bekannte Auslöser für periorale Dermatitis: Die kurzfristige Besserung verleitet dazu, das Präparat weiter zu verwenden, während sich im Hintergrund die eigentliche Ursache des Rückfall-Schubs aufbaut.
Die gute Nachricht: Sind die Auslöser einmal erkannt, lässt sich mit der richtigen Strategie meist gegensteuern.
Periorale Dermatitis – was tun? Das Prinzip der Null-Therapie
Bei der Behandlung der perioralen Dermatitis gilt häufig: Weniger ist mehr. Wichtig ist der komplette Verzicht auf alle Pflegeprodukte. Oft wird verschrieben, nur Wasser zum Waschen zu verwenden und keinerlei Pflege zu verwenden. Dieses Prinzip der sogenannten „Null-Therapie" gibt der Haut die Chance, sich von außen zugeführten Reizen zu erholen und ihre eigene Barrierefunktion wieder aufzubauen.
Denn viele, vor allem silikonhaltige Pflegecremes bleiben auf der Hautoberfläche „sitzen“, anstatt tief in die Haut einzudringen. Sie können daher die Hautschutzbarriere nicht stärken. Durch die Null-Therapie bekommt die Haut wieder den Freiraum, sich selbst zu entwickeln.
Die Null-Therapie verursacht bei vielen Frauen allerdings unangenehmes Spannen auf der Haut. Die Haut war es gewohnt, ständig eingecremt zu werden – der plötzliche Totalverzicht ist entsprechend eine Umstellung, die einige Wochen dauern kann.
Welche Produkte helfen bei perioraler Dermatitis?
In der strengen Null-Therapie-Phase ist reines Wasser oft ausreichend – möchtest du dennoch reinigen oder etwas gegen das Spannungsgefühl tun, empfehlen wir in dieser Phase unser KAMI Wasch-Fluid. Es reinigt gründlich, aber sanft und ist mit seinem hohen Anteil an Pfirsichkernöl sehr rückfettend, was das Spannen minimiert. So bleibt die Haut sauber, ohne durch Seifenreste, reichhaltige Zusatzstoffe oder Duftstoffe zusätzlich gereizt zu werden – ganz ohne Kortison, dafür mit entzündungshemmendem Copaiba Balsam aus der Natur.
Generell gilt: Während und nach einer perioralen Dermatitis sollten Produkte für die Gesichtsreinigung so reduziert und mild wie möglich sein – seifenfrei, pH-hautneutral und rückfettend. Aktive Wirkstoffe, reichhaltige Cremes und Seren haben in dieser Phase nichts auf der Haut verloren.
Wichtig: ärztliche Abklärung nicht ersetzen
Periorale Dermatitis kann leicht mit Akne oder Rosazea verwechselt werden – und die jeweils passenden Therapien unterscheiden sich deutlich. Wer den Verdacht hat, betroffen zu sein, sollte die Diagnose daher von einer Hautärztin oder einem Hautarzt absichern lassen, bevor eigenständig Produkte abgesetzt oder Kortison verwendet wird. Das gilt besonders für ein plötzliches Absetzen bereits bestehender Kortisontherapien, da hier ärztliche Begleitung sinnvoll ist, um einen starken Rebound-Schub abzufedern.
Häufige Fragen zur perioralen Dermatitis
Periorale Dermatitis – was tun als erste Maßnahme?
Am wichtigsten ist der Verzicht auf Kortison und reichhaltige Pflegeprodukte im Gesicht. Eine ärztliche Abklärung hilft, periorale Dermatitis sicher von Akne oder Rosazea zu unterscheiden und die Behandlung gezielt zu planen.
Welche Produkte bei perioraler Dermatitis verwenden?
In der Null-Therapie-Phase möglichst wenige, sehr milde Produkte: seifenfrei, pH-hautneutral, rückfettend – wie das KAMI skincare Wasch-Fluid – statt reichhaltiger Cremes, Seren oder kortisonhaltiger Präparate.
Wie lange dauert die Behandlung der perioralen Dermatitis?
Die Null-Therapie erstreckt sich meist über mehrere Wochen. Wie lange genau, hängt vom individuellen Krankheitsverlauf ab – eine dermatologische Begleitung ist hier empfehlenswert.
Fazit
Periorale Dermatitis ist unangenehm, aber gut behandelbar – vorausgesetzt, man erkennt die eigentlichen Auslöser und gibt der Haut die Zeit und Ruhe, die sie zur Erholung braucht. Eine reduzierte, aber gut abgestimmte Reinigungsroutine mit milden, seifenfreien Produkten wie dem KAMI Wasch-Fluid kann entscheidend dazu beitragen, dass sich die Hautbarriere wieder stabilisiert – ganz ohne Kortison.
Sommerzeit – Wanderzeit. Wanderbegeisterte Eltern haben oft das Problem, dass sie nicht wissen, wie sie ihre Kinder für ihr Hobby begeistern können. Heute teilt Dr. Kerstin Schallaböck, Allgemeinärztin, 4-fach Mama und KAMI skincare Gründerin ihre Erfahrungen und Tipps rund um das Thema Wandern mit Kindern:
Eine Wanderung vor allem mit kleinen Kindern kann lustig, aber auch sehr anstrengend sein, selbst wenn die Kleinen längere Strecken schon selber gehen können. Auch Kinder im Kindergartenalter geben manchmal nach kurzer Zeit schon auf. Um das zu vermeiden und vor allem ihnen die Freude an der Bewegung nicht zu vermiesen, helfen schon kleine Dinge.
Meine Tipps für die Planung einer Wanderung mit Kindern:
Nehmt Euch realistische Strecken vor, Maßstab sollte das jüngste Kind sein. So lobenswert es ist, mit Kindern zu wandern: Es ist besser, mehrmals raus an die frische Luft zu gehen und kleine Strecken und Aktivitäten zu planen, als an einem Tag alle zu überfordern.
Wenn es heiß wird, schattige Routen im Wald planen. (Sonnenschutz natürlich immer schon vorher auftragen UND mitnehmen!)
Das Ziel sollte für Kinder interessant sein: ein toller Waldspielplatz, ein imposantes Gipfelkreuz, ein Bacherl oder eine Hütte, die das Lieblingsessen anbietet. Schöne Landschaft ist – und das sage ich aus Erfahrung – ziemlich uninteressant für Kinder.
Viele Wander-Regionen verfügen über ein spezielles Angebot für Kinder; informiere Dich vorab im Hotel oder beim Tourismusverband, auch gibt es spezielle Kinderführer (weiterführende Links auch unten).
Wenn es eine Seilbahn gibt, erspart den Kindern den mühsamen Anstieg und macht lieber eine Höhenwanderung. Da gibt es schöne Aussichtspunkte, oft auch Spielplätze und/oder Naturlehrpfade. Oft sind Seilbahnen-Karten in den Tourismusangeboten der Region inkludiert (z.B.Hochkönig- oder Schladming-Karte).
Spiele beim Gehen lenken von der Anstrengung und der Dauer ab. Wir spielen immer das Wörterkettenspiel mit verschiedenen Themen wie Vornamen, Obst/Gemüse, Länder/Städte etc. Das jüngste Kind fängt mit einem Wort, z.B. seinem Vornamen, an, der/die Nächste muss mit dem letzten Buchstaben einen neuen Namen finden (Anne – Egon – Nadja….).
Sagen und Märchen erzählen: Lies nach, welche Sagen es zum Urlaubsort oder zur Wandergegend gibt. Beim Gehen kannst Du die dann erzählen und so adaptieren, dass es für Dein Kind interessant und spannend wird. (Tipp: es gibt überall Sagen mit Drachen, Wichteln und/oder Prinzessinnen, wenn nicht, fällt Dir sicher etwas ein 😉!)
Kinder dehydrieren schnell. Achte auf regelmäßige Pausen mit Wasser (!!!) und kleinen Snacks, die vielleicht auch unterwegs gegessen werden können.
Den Rückweg nicht vergessen einzuplanen! Der dauert oft länger, weil die Kinder schon müde sind und das Ziel nicht mehr lockt. Sollte die gewählte Strecke doch zu schwierig oder zu lang sein, lieber frühzeitig umkehren als beim Rückweg ernste Probleme zu bekommen.
Mit einer Extraportion Motivation und Humor in den Tag gehen und als aller letzte Motivationsnotlösung eine Packung Lieblingssüßigkeiten einpacken!
Wird ein Kleinkind in einer Rückentrage transportiert, achte darauf, dass die Beine nicht eingeklemmt werden, Rücken und Kopf gut gestützt und geschützt sind. Bedenke auch, dass Dein Kind Sonne, Wind und Wetter ausgesetzt ist. Die Bekleidung muss als Sonnen- und Regenschutz dienen und veränderlichen Temperaturen – je höher hinauf man kommt, umso kälter wird es auch im Sommer – schnell angepasst werden können.
Bitte pack den Rucksack des Kindes selbst bzw. kontrolliere die Rucksäcke der Kinder. Die Kleinen sollten nur die Wasserflasche, Taschentücher und eine leichte Jacke selbst tragen. Das Tragen der Jause und schwerer Sachen sollten von den Erwachsenen erledigt werden.
Gute Schuhe sind aber fast das Wichtigste beim Wandern. Sie sollten Halt geben, wenn über Steine gegangen wird, über die Knöchel gehen und vor allem gutes Profil haben. Bei meinen Kindern ist auch wasserfest extrem wichtig, denn jedes Bacherl wird durchgequert. Also keine ausgelatschten Turnschuhe, Ballerinas oder gar Sandalen!
Wenn's doch mal wehtut: Die richtige Erstversorgung bei Schürfwunden
Vor allem aber unternimm keinen Ausflug ohne einigen kleineren und größeren Pflaster. Pflaster helfen oft auch ohne Wunde 😉
Manchmal ist aber tatsächlich ein aufgeschürftes Knie oder der aufgeschürfte Ellbogen beim Wandern mit Kindern zu versorgen. Über Stock und Stein, beim Spielplatzausflug danach oder beim Herumtollen am Rastplatz: Ein Sturz ist schnell passiert. Als Ärztin und als Mama weiß ich: In dem Moment zählt vor allem eines – schnell und richtig zu handeln, ohne die empfindliche Kinderhaut zusätzlich zu reizen.
Meine vier Schritte bei kleinen Schürfwunden:
Ruhe bewahren. Erst das Kind beruhigen, dann an die Wunde gehen – das nimmt schon die Hälfte des Schreckens.
Reinigen. Vorsichtig mit klarem Wasser spülen. Schmutz und Steinchen müssen raus, scharfe Desinfektionsmittel sind bei kleinen Kindern meist nicht nötig.
Trocken tupfen. Nicht reiben – das reizt die Haut zusätzlich.
Pflegen. Eine feuchtigkeitsspendende, pflegende Schicht kann die Heilung unterstützen und das unangenehme Spannungsgefühl lindern.
Sobald eine Wunde nicht mehr offen blutet, trage ich gerne unser KAMI SOS Öl oder den SOS Hautpflegebalsam sanft auf. Einer der Inhaltsstoffe, das Murmeltieröl, wird seit Jahrhunderten bei großen und kleinen Entzündungen und Hautirritationen eingesetzt und enthält natürliche Wirkstoffe, die die Hautregeneration unterstützen und die Narbenbildung verbessern können – ideal für empfindliche Kinderhaut, aber genauso für Erwachsene. Unser Roll-on passt in jede Hosentasche oder jeden Rucksack und ist auch bei juckenden Mücken- bzw. Gelsenstichen ein natürlicher Begleiter für den ganzen Sommer.
Bei Stürzen oder stumpfen Traumen das KAMI SOS Öl einmassieren und die verletzte Region bestmöglich, zum Beispiel mit einer Bandage oder einem Tuch, stabilisieren und kühlen.
Und ganz wichtig: Bei tiefen, stark blutenden oder sich entzündenden Wunden, bei Fieber oder wenn sich die Wunde nach ein paar Tagen nicht bessert, immer den Arzt oder die Ärztin aufsuchen.
Ich empfehle in ein kleines Täschchen folgendes einzupacken:
Spezielle Blasenpflaster, die nicht verrutschen können
Kleiner Desinfektionsspray
2-3 normale Pflaster in verschiedenen Größen
KAMI SOS Öl Roll-on für kleinere Wunden, Kratzer oder Insektenstiche
Für Allergiker: Antihistamine
Eine kleine Bandage
Steristrip zum Verschließen stärker blutender Wunden
Das Handy sollte jedenfalls dabei und aufgeladen sein. Man weiß ja nie, was passiert. Hilfreich ist auch, sich vorab lokale Notrufnummern bzw. die Nummer der Bergrettung aufzuschreiben/einzuspeichern.
Ich hoffe, die Tipps helfen Euch dabei die Kinder für Wanderungen zu motivieren. Wir Eltern lieben wandern sehr, unsere Kinder auch – wenn der Tag vorbei ist. 😉
Hier noch ein paar weiterführende Adressen für Informationen:
http://www.bergfex.at
http://www.wanderhotels.com
https://www.bergwelten.com/lp/wandern-mit-kindern
https://outdoorkid.de/wandern-mit-kindern/
https://www.alpenverein.de/bergsport/familie/wandern-bergsteigen-mit-kindern/wandern-mit-kindern_aid_10485.html
In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne und unbeschwerte Zeit in den Bergen!
Eure Kerstin Schallaböck
Wer behauptet, man könne Neurodermitis nur über den Darm heilen oder Neurodermitis sei nur eine Darmkrankheit, ist wohl noch nie die ganze Nacht wach gelegen, weil die Haut unerträglich juckte. Dann wüsste er nämlich: Wenn die Haut brennt und du dich blutig kratzt, hilft kein Lebensmittel der Welt – du brauchst etwas, das jetzt lindert.
Trotzdem ist der Darm ein wichtiger Faktor bei Neurodermitis. Die Forschung zur sogenannten Darm-Haut-Achse zeigt klar: Dein Darmmikrobiom beeinflusst dein Immunsystem – und damit auch deine Haut. Ein gestörtes Darmmikrobiom kann also tatsächlich mitentscheiden, wie oft und wie stark Schübe auftreten. Nur: Die Ursache von Neurodermitis liegt meist woanders – nämlich in den Genen.
Der Darm ist also selten der Auslöser der Erkrankung, aber sehr oft ein wichtiger Hebel, um mit ihr besser zu leben. Und die Haut selbst braucht in jedem Fall ihre eigene, verlässliche Unterstützung. Sehen wir uns an, warum.
Warum entsteht Neurodermitis? Die Ursache von Neurodermitis
Neurodermitis (atopische Dermatitis) ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Die Symptome kennst du: trockene Haut, quälender Juckreiz, gerötete und entzündete Stellen. Aber die Symptome sind nicht die Ursache – sie sind das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels.
Die drei Hauptakteure
Genetische Veranlagung: Bei vielen Betroffenen ist die Produktion des Proteins Filaggrin gestört. Dieses Eiweiß ist dafür verantwortlich, dass sich eine stabile Schutzschicht auf der Haut bildet. Zum anderen mangelt es der Haut an essenziellen Fettsäuren wie Linolsäure, die für die Bildung von Ceramiden notwendig sind – dem natürlichen „Mörtel“ zwischen den Zellen. Ohne diese stabilen Bausteine und den schützenden Fettfilm wird die Haut extrem durchlässig, verliert Feuchtigkeit und entzündet sich leicht, weil Reizstoffe einfacher eindringen können.
Übereifriges Immunsystem: Ein Teil des Immunsystems ist bei Neurodermitikern überaktiv. Dieser Mechanismus ist auch bei Heuschnupfen und Asthma am Werk – deshalb leiden viele Betroffene gleich an mehreren dieser Erkrankungen.
Gestörtes Hautmikrobiom: Die überschießende Immunreaktion gegen Parasiten schwächt gleichzeitig die Abwehr gegen Bakterien. Für die Abwehr von Bakterien bleibt einfach weniger Kapazität. Dadurch können sich Keime wie Staphylococcus aureus leichter auf der Haut ansiedeln. Staphylococcus aureus macht dann krank, wenn das Immunsystem geschwächt ist oder andere schützende Hautbakterien verdrängt werden.
Wie kommt es zu einem Neurodermitis-Schub? Drei Wege zum Ekzem
Stell dir Neurodermitis wie ein Haus mit instabilem Fundament vor. Das Fundament ist deine genetische Veranlagung – es steht da, ob du willst oder nicht. Aber ein instabiles Fundament führt nicht automatisch zum Einsturz. Es braucht zusätzliche Belastungen: Sturm, Regen, Erschütterungen. Diese Belastungen sind deine Trigger.
Die Forschung zeigt: Es gibt verschiedene Wege, wie der Teufelskreis aus Entzündung, Juckreiz und Kratzen in Gang kommt.
Weg 1: Das Immunsystem schlägt zuerst Alarm
Bei den meisten Betroffenen ist ein übereifriges Immunsystem der Ausgangspunkt. Die Th2-Zellen in der Haut sind zu aktiv, schütten Entzündungsbotenstoffe aus und trocknen die Haut aus. Die Nervenfasern in der Haut werden aktiviert – es juckt. Du kratzt, die Barriere wird noch mehr beschädigt, Bakterien siedeln sich an. Der Kreislauf beginnt.
Weg 2: Die Hautbarriere ist genetisch geschwächt
Manche Menschen haben zuerst eine genetisch bedingt trockene Haut (z. B. durch Filaggrin-Mangel). Die durchlässige Barriere lockt dann Immunzellen an, die eine Entzündung auslösen.
Weg 3: Bakterien auf der Haut setzen alles in Gang
In anderen Fällen siedeln sich zuerst Bakterien wie Staphylococcus aureus auf der Haut an. Das Immunsystem reagiert, Entzündung entsteht, die Haut trocknet aus.
Das Entscheidende: Egal welcher Weg – am Ende stehen immer dieselben Symptome: trockene Haut, starker Juckreiz, Entzündungszellen in der Haut. Und genau hier wird klar, warum eine einzelne Maßnahme selten ausreicht. Die genetische Veranlagung ist der Teil, der immer bleibt. Behandeln lässt sich vor allem die daraus entstehende Entzündungsreaktion.
Welche Rolle spielt der Darm bei Neurodermitis?
Rund 70 bis 80 Prozent deiner Immunzellen sitzen in der Darmwand. Sie stehen in ständigem Austausch mit deinem Darmmikrobiom – den Milliarden von Bakterien, die deinen Darm besiedeln. Über diese sogenannte Darm-Haut-Achse beeinflusst der Darm dein gesamtes Immunsystem.
Was passiert bei einer Dysbiose?
Wenn das Gleichgewicht im Darm gestört ist (Fachleute sprechen von Dysbiose), verändert sich die Kommunikation mit dem Immunsystem. Studien zeigen, dass Menschen mit Neurodermitis häufig eine verringerte Anzahl von Bifidobakterien und eine geringere Bakterienvielfalt im Darm haben. Wird zusätzlich die Darmbarriere durchlässig (das sogenannte Leaky Gut), gelangen Entzündungsbotenstoffe in den Blutkreislauf – und von dort auch in die Haut.
Können Nahrungsmittelallergien Neurodermitis auslösen?
Neurodermitis entsteht meist durch angeborene Störungen des Immunsystems – die Schübe werden aber mitunter durch eine unpassende Ernährung oder Nahrungsmittelallergien getriggert. Das ist ein wichtiger Unterschied. Etwa zwei Drittel der Neurodermitiker haben eine allergische Form der Erkrankung.
Wenn du das Gefühl hast, dass bestimmte Lebensmittel deine Schübe verstärken, empfehle ich dir einen Allergietest beim Arzt. Kommt dabei nichts heraus, ist es wahrscheinlicher, dass dein Darm von einer Darmsanierung profitiert – und nicht von einer Eliminationsdiät.
Mehr zur Rolle der Ernährung bei Neurodermitis findest du in diesem Artikel.
Wann kann eine Darmsanierung bei Neurodermitis helfen?
Jetzt wird es konkret. Eine Darmsanierung – also der gezielte Aufbau einer gesunden Darmflora durch Probiotika, Präbiotika und darmgesunde Ernährung – kann helfen. Aber nicht in jedem Fall.
Bei wem eine Darmsanierung am meisten bewirkt
Bei Weg 1 und Weg 3 (wenn das überaktive Immunsystem oder die Bakterienbesiedelung zuerst kommen) kann eine Darmsanierung die Entzündungsneigung deutlich senken.
Der Mechanismus: Wenn du dein Darmmikrobiom wieder ins Gleichgewicht bringst, signalisiert der Darm dem Immunsystem: „Alles sicher, du kannst den Fehlalarm runterfahren." Die systemische Entzündungsbereitschaft sinkt – und das beruhigt auch die Haut.
Ein gesundes Darm-Immunsystem produziert außerdem schützende Antikörper und antimikrobielle Proteine, die auch an der Hautoberfläche wirken. So kann sich das Hautmikrobiom besser stabilisieren.
Wo die Darmsanierung an ihre Grenzen stößt
Bei Weg 2 – wenn die Ursache ein genetischer Defekt der Hautbarriere ist (z. B. Filaggrin-Mangel) – kann keine Darmsanierung der Welt diesen Baufehler reparieren. Die Haut verliert physikalisch weiterhin zu viel Feuchtigkeit.
Das bedeutet nicht, dass eine Darmsanierung sinnlos ist. Sie kann den Juckreiz-Kreislauf abmildern, weil das Immunsystem weniger „angestachelt" wird. Aber sie ersetzt keine Hautpflege.
Warum reichen Kortison, Systemtherapie oder eine Darmsanierung allein bei der Behandlung von Neurodermitis nicht aus?
Die entzündungsbedingten Symptome von Neurodermitis lassen sich medizinisch behandeln. Systemtherapien – also innerlich wirkende Medikamente wie Dupilumab – setzen gezielt an den Botenstoffen an, die aus dem Immunsystem kommen und die Entzündung in der Haut auslösen. Sie unterbrechen die Kommunikation zwischen den Zellen, sodass die Entzündungsreaktion abgeschwächt wird. Aber sie reparieren nicht die Hautbarriere!
Auch Kortison kann kurzfristig das Immunsystem beruhigen. Das Problem dabei: Solange die trockene, geschwächte Hautbarriere nicht mitbehandelt wird, kommt es häufig zu einem Rebound-Effekt – die Ekzeme flammen nach Absetzen von Kortison schnell wieder auf. Und auch unter einer laufenden Antikörpertherapie ist trockene Haut nicht einfach "wegtherapiert"; solche Therapien können bei schweren Verläufen sehr hilfreich sein, ersetzen aber keine konsequente Basispflege.
Und selbst wenn eine Darmsanierung deine Entzündungsneigung senkt, bleibt ein Problem: Deine Hautbarriere ist strukturell geschwächt. Und solange die Barriere nicht stabilisiert wird, kommen die Ekzeme immer wieder – egal wie gesund dein Darm ist.
Die drei Säulen der Neurodermitis-Behandlung
Für eine langfristige Besserung musst du alle drei Komponenten angehen:
Entzündung im Griff haben – durch ärztliche Therapie und/oder Darmsanierung
Hautmikrobiom stabilisieren – durch den Aufbau einer gesunden Bakterienbesiedelung
Hautbarriere pflegen – durch konsequente, tägliche, fettenden Basispflege
Fehlt eine der drei Säulen, kommt der Rebound-Effekt. Du behandelst die Entzündung, aber sobald du aufhörst, sind die Ekzeme sofort wieder da.
Welche Neurodermitis Hautpflege hilft wirklich?
Während eine Darmsanierung nur einem Teil der Betroffenen hilft, profitiert jeder Neurodermitiker von konsequenter Hautpflege. Sie ist keine optionale Ergänzung – sie ist das Fundament.
Worauf es bei Neurodermitis Haut ankommt
Die Haut bei Neurodermitis braucht zwei Dinge:
Feuchtigkeit, um den Wasserverlust auszugleichen
Lipide (Fette), um die defekte Barriere zu kitten
Besonders wichtig sind dabei Linolsäure und Linolensäure. Diese essentiellen Fettsäuren kann der Körper nicht selbst herstellen. Sie werden in der Haut zu Ceramiden umgebaut – den bereits erwähnten „Mörtel" zwischen den Hautzellen, der bei Neurodermitikern mangelhaft ist.
Produkte, die Linol- und Linolensäuren enthalten, unterstützen also direkt den Aufbau einer gesünderen Hautbarriere. Sie ersetzen, was der Körper nicht ausreichend produziert.
KAMI skincare: Für akute Phasen und als Basispflege
Unsere Produkte von KAMI skincare wurden speziell für empfindliche und zu Neurodermitis neigende Haut entwickelt. Sie enthalten:
Linol- und Linolensäuren aus hochwertigen Pflanzenölen, die zur Bildung gesunder Haut beitragen
Entzündungshemmende Inhaltsstoffe aus der Natur, die bei akuten Ekzemen Linderung verschaffen
Das macht KAMI vielseitig einsetzbar: bei akuten Schüben zur Beruhigung der Haut und als tägliche Basispflege zwischen den Schüben – um den nächsten Schub möglichst lange hinauszuzögern.
In akuten Schubphasen bewährt hat sich vor allem der sogenannte fett-feuchte Umschlag, z.B. mit dem KAMI SOS Hautpflegebalsam. Der fett-feuchte Verband kühlt, lindert Juckreiz, schützt vor dem Aufkratzen und versorgt die Haut mit Feuchtigkeit. Dazu creme die betroffenen Hautstellen dick mit dem SOS Hautpflegebalsam ein und ziehe einen mit lauwarmem Wasser oder Schwarztee befeuchteten Schlauchverband darüber. Darüber kommt noch eine Schicht eines zweiten, trockenen Verbands.
Fazit: Der Darm ist ein Teil des Puzzles – aber nicht das ganze Bild
Die Darm-Haut-Achse ist real. Ein gestörtes Darmmikrobiom kann die Häufigkeit und Schwere von Neurodermitis-Schüben beeinflussen. Für manche Betroffene ist eine Darmsanierung ein Game-Changer.
Aber: Die Ursache von Neurodermitis ist meist genetisch. Du kannst sie nicht wegsanieren. Was du tun kannst, ist, an allen Stellschrauben zu drehen – Immunsystem, Darmmikrobiom, Hautmikrobiom und Hautbarriere sowie die konsequente Vermeidung bekannter Trigger – etwa Stress (Cortisol), reizende Stoffe, starkes Schwitzen oder bestimmte Nahrungsmittel.
Und während eine Darmsanierung Zeit braucht und nicht jedem gleich hilft, wirkt konsequente Hautpflege bei allen. Sie ist der Teil, den du selbst in der Hand hast – jeden Tag.