ich bin Dr. Kerstin Schallaböck von KAMI skincare und heute möchte ich das Thema Hitzeausschlag behandeln.
Der Sommer ist da – auch wenn er diese Woche Pause macht – mit all seiner Wärme, Sonne und… Schweiß. Während wir Großen uns mit einem kalten Getränk und Schatten helfen können, sieht das bei Babys und Kleinkindern ganz anders aus. Ihre Haut reagiert schnell und empfindlich auf Hitze. Kleine rote Pünktchen, juckende Bläschen, gereizte Stellen? Das klingt nachHitzeausschlag– auch bekannt alsMiliaria. Was du darüber wissen solltest und wie du die zarte Babyhaut jetzt optimal pflegst, erfährst du hier.
Was ist ein Hitzeausschlag – und warum sind Babys besonders betroffen?
Ein Hitzeausschlag entsteht, wennSchweißdrüsen verstopfenund der Schweiß nicht mehr richtig abfließen kann. Stattdessen staut er sich unter der Haut – die Folge: kleine rote Punkte oder Bläschen, oft begleitet von Juckreiz oder Brennen.
Besonders beiBabys und Kleinkinderntritt das häufig auf, weil:
ihre Schweißdrüsen nochnicht vollständig entwickeltsind
siekeine effiziente Wärmeregulationhaben
ihre Haut besondersempfindlich und durchlässigist
Typische Stellen sind der Nacken, Rücken, Achselhöhlen, der Brustbereich oder Hautfalten – also überall da, wo es warm, feucht und eng ist.
So erkennst du Hitzeausschlag:
Rote Pünktchen oder Bläschen
Häufig in Hautfalten oder unter enger Kleidung
Juckreiz, Unruhe, vermehrtes Weinen bei Babys
Kein Fieber oder starkes Krankheitsgefühl (Achtung: Wenn doch, bitte zum Arzt!)
Was hilft gegen Hitzeausschlag?
Die wichtigste Regel:Weniger ist mehr.Die Haut braucht jetzt vor allem Ruhe, Luft und sanfte Unterstützung. Hier sind unsere Empfehlungen für dich – ganz natürlich und besonders geeignet für zarte Babyhaut:
🛁 1. Sanfte Reinigung mit dem KAMI rückfettenden Wasch-Fluid
Wasser allein reicht oft nicht, kann aber austrocknen. Unserrückfettendes Wasch-Fluidreinigt ultra-mild, pflegt gleichzeitig mit wertvollen Pflanzenölen und hilft, die gestresste Hautbarriere zu stabilisieren – ganz ohne Tenside oder reizende Stoffe. Ideal für die tägliche Reinigung bei Hitze und Hautreizungen.
🌿 2. Beruhigen und kühlen mit dem KAMI pflegenden 2-Phasen Spray
Der perfekte Frischekick an heißen Tagen: Unser2-Phasen Spraykombiniert feuchtigkeitsspendende Aloe Vera mit pflegendem Öl – zum Schütteln, Sprühen und Aufatmen. Einfach auf die betroffenen Stellen sprühen (auch für Erwachsene ein Geheimtipp!) – das beruhigt und pflegt in einem Schritt, ganz ohne zu beschweren.
💧 3. Intensive Pflege mit dem KAMI SOS Hautpflegeöl
Wenn die Haut besonders gestresst ist, braucht sie gezielte Hilfe. UnserSOS Hautpflegeölenthält hochwertige Pflanzenextrakte, die entzündungshemmend wirken und die Haut sanft beruhigen – perfekt bei Rötungen, trockenen Stellen oder hitzebedingten Reizungen.
🧴 4. Schutz & Regeneration mit dem KAMI SOS Hautpflegebalsam
Für besonders gereizte, trockene oder empfindliche Hautstellen ist unserSOS Hautpflegebalsamideal. Er legt sich wie ein schützender Film über die Haut, ohne sie zu verschließen, und unterstützt die natürliche Regeneration mit reinen Bio-Wirkstoffen – natürlich frei von Duftstoffen, Konservierung und allem, was stören könnte.
Bonus-Tipps gegen Hitzeausschlag:
Kleidung ausatmungsaktiver Bio-Baumwollewählen
Auf synthetische Stoffe und zu enge Kleidung verzichten
Regelmäßig an der Luft strampeln lassen– z. B. auf einem weichen Tuch
Räume gut lüften, Überwärmung vermeiden
Bitte Baby nicht im Wagen mit Windel als Beschattung liegen lassen, hier staut sich die warme Luft
Wann solltest du zur Kinderärztin oder zum Kinderarzt?
Hitzeausschläge sind zwar unangenehm, aber meist harmlos. Halten die Symptome jedoch mehrere Tage an, verschlimmern sich oder es kommen Fieber und Schwellungen dazu, solltest du das unbedingt ärztlich abklären lassen.
Fazit: Babyhaut braucht Luft, Liebe – und KAMI
Hitzeausschläge sind für kleine Haut kein Drama, aber dennoch unangenehm. Mit der richtigen Pflege kannst du viel zur Linderung beitragen – sanft, effektiv und ganz ohne unnötige Zusätze. Die Produkte von KAMI wurden genau dafür entwickelt: für empfindlichste Haut, für jeden Tag, für die ganze Familie. 💙
Bleib cool – und denk dran: auch Sommerhaut braucht Zuwendung.
Viele Anfragen, die uns bei KAMI skincare erreichen, betreffen Hautprobleme bei Babys und Kleinkindern. Eltern schicken uns Fotos von Hautausschlägen und möchten wissen, ob unsere KAMI Pflegeprodukte für das jeweilige Hautproblem geeignet sind. KAMI-Gründerin Dr. med. Kerstin Schallaböck gibt daher hier einen Überblick über die häufigsten Hautprobleme bei Babys und erklärt, worauf es bei der Hautpflege ankommt.
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen zur Babyhaut und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Hautausschläge können unterschiedliche Ursachen haben. Wenn Du unsicher bist, Dein Baby Beschwerden hat oder sich der Ausschlag verschlimmert, wende Dich bitte an Deine Kinderärztin oder Deinen Kinderarzt.
Ein persönlicher Einblick von Dr. Kerstin Schallaböck
„Wenn ich die Anfragen unserer Kundinnen und Kunden lese, erinnert mich das oft an die Zeit, als unser Jüngster, Kami, noch ein Baby war und sehr unter seiner Neurodermitis litt. Er war noch kein halbes Jahr alt und weinte oft die ganze Nacht durch, so sehr quälte ihn der Juckreiz. Aber nicht nur er, sondern die ganze Familie litt darunter. Die Situation war für uns alle sehr belastend.
Auch ich versuchte zunächst, das Problem „flott“ mit Kortisoncremes in den Griff zu bekommen. Die Linderung war jedoch nur kurzfristig. Unserem Kami half schließlich der erste Versuch mit dem KAMI SOS Hautpflegeöl, seinen Juckreiz zu lindern.
Doch nicht jeder juckende Hautausschlag ist Neurodermitis. Es gibt ganz unterschiedliche Ursachen für Hautveränderungen bei Babys und Kleinkindern. Ich möchte Dir hier einen Überblick über die häufigsten Hautprobleme und geeignete Pflegemöglichkeiten geben. Eine Ferndiagnose ist allerdings nicht möglich. Wenn Du unsicher bist oder Dein Baby Beschwerden hat, lass den Ausschlag bitte kinderärztlich abklären!“
Welche Hautprobleme treten bei Babys besonders häufig auf?
Grundsätzlich gilt daher: Normale Babyhaut braucht meist keine aufwendige Pflegeroutine. Eine sanfte Reinigung und eine auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Pflege reichen häufig aus.
Gleichzeitig ist Babyhaut noch empfindlich und unterscheidet sich in einigen Punkten von der Haut Erwachsener. Die Hautbarriere entwickelt sich erst mit der Zeit und die Temperaturregulation funktioniert noch anders. Die Haut von Neugeborenen ist zudem sehr dünn und produziert noch wenig Talg. Daher kann es leicht zu Hautproblemen kommen. Viele davon sind aber harmlos und verschwinden von selbst.
1. Babyakne: Kleine Pickel im Gesicht
Die sogenannte Neugeborenenakne – sie betrifft öfter Buben als Mädchen – zeigt sich durch kleine rötliche Pickelchen, die vor allem im Gesicht auftreten. Sie entwickelt sich häufig in den ersten Lebenswochen und verschwindet bei den meisten Babys innerhalb weniger Wochen bis Monate von selbst.
Die Pickelchen verursachen normalerweise weder Schmerzen noch Juckreiz und hinterlassen in der Regel keine Narben.
Pflegetipp bei Babyakne
Weniger ist hier meist mehr. Reinige die betroffenen Hautstellen sanft mit lauwarmem Wasser und vermeide aggressive Reinigungsprodukte sowie stark fettende Cremes oder Öle, die den Ausschlag möglicherweise verschlimmern können. Wir empfehlen zur Reinigung unser KAMI Wasch-Fluid, das Du z.B. in das Badewasser geben kannst.
Achte außerdem darauf, dass Dein Baby nicht überhitzt. Gerade im Winter ist es sinnvoll, die Kleidung an die Umgebung anzupassen und warme Schichten auszuziehen, wenn Ihr Euch länger in beheizten Räumen aufhaltet.
Wenn die Pickel stark ausgeprägt sind, sich entzünden oder Du Dir nicht sicher bist, ob es sich tatsächlich um Babyakne handelt, lass die Haut ärztlich untersuchen.
2. Kopfgneis oder Milchschorf: Was ist der Unterschied?
Kopfgneis und Milchschorf werden häufig miteinander verwechselt, sind aber nicht dasselbe.
Kopfgneis ist eine häufige, meist harmlose Hautveränderung bei Säuglingen. Er wird durch übermäßige Talgproduktion verursacht und hat entweder hormonelle Ursachen (Mama-Hormone im Babykörper) oder wird durch einen – auch normal auf der Haut vorkommenden – Hefepilz verursacht. Er zeigt sich durch gelbliche, fettige Schuppen und Krusten, vor allem auf der Kopfhaut. Kopfgneis verursacht normalerweise keinen ausgeprägten Juckreiz und verschwindet meist mit der Zeit von selbst.
Milchschorf bezeichnet dagegen eine entzündliche Hautveränderung, die mit einem atopischen Ekzem zusammenhängen kann. Die Haut ist häufig gerötet, die Krusten können fester sein und Juckreiz ist möglich. Milchschorf kann ein frühes Anzeichen einer späteren Neurodermitis sein, bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass sich diese entwickelt.
Wenn Du den Verdacht hast, dass Dein Baby Milchschorf hat, oder wenn die Haut gerötet, entzündet oder stark verkrustet ist, solltest Du den Ausschlag kinderärztlich abklären lassen.
Pflegetipp bei Kopfgneis und Milchschorf
Geduld und eine besonders sanfte Pflege sind wichtig. Vermeide es, Schuppen oder Krusten abzukratzen, da dadurch die empfindliche Haut verletzt werden kann.
Bei Kopfgneis können geeignete Pflegeöle helfen, die Schuppen aufzuweichen, bevor sie vorsichtig entfernt werden. Auch eine sehr sanfte Reinigung mit dem KAMI Wasch-Fluid ist sinnvoll. Verwende eine weiche Babybürste oder einen Waschlappen nur, wenn sich die Schuppen ohne Druck lösen lassen.
Bei entzündeter Haut, ausgeprägtem Juckreiz oder hartnäckigen Krusten sollte die weitere Pflege mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt abgestimmt werden.
3. Windelausschlag: Wenn der Babypo rot und gereizt ist
Windelausschlag, auch Windeldermatitis genannt, gehört zu den häufigsten Hautproblemen bei Babys. Die Haut im Windelbereich wird rot, gereizt und manchmal leicht geschwollen.
Ursachen sind vor allem Feuchtigkeit, Wärme und Reibung. Auch der längere Kontakt mit Urin und Stuhl kann die empfindliche Haut reizen. In manchen Fällen kommt zusätzlich eine Pilzinfektion oder eine andere Hauterkrankung hinzu.
Pflegetipp bei Windelausschlag
Wechsle die Windel regelmäßig und reinige den Windelbereich möglichst sanft. Lauwarmes Wasser und ein weicher Waschlappen sind dafür häufig gut geeignet. Tupfe die Haut anschließend vorsichtig trocken, ohne zu reiben.
Wenn es die Situation erlaubt, tut es der Haut gut, wenn Dein Baby zwischendurch ohne Windel strampeln kann.
Feuchttücher sind unterwegs praktisch. Bei empfindlicher oder gereizter Haut können jedoch bestimmte Inhaltsstoffe problematisch sein. Achte deshalb auf möglichst milde, parfümfreie Produkte und beobachte, wie die Haut Deines Babys darauf reagiert.
Ist der Babypo gerötet, kann eine geeignete Schutz- und Pflegecreme helfen. Der KAMI SOS Hautpflegebalsam enthält unter anderem Sheabutter und kann zur Pflege trockener Hautstellen und zum Schutz beitragen. (Bitte teste alle KAMI-Produkte zunächst an einer kleinen Stelle, um eine Unverträglichkeit auf einen der Inhaltsstoffe auszuschließen.)
Wenn der Ausschlag stark ist, nässt, offene Stellen entstehen oder sich trotz geeigneter Pflege nicht bessert, solltest Du ärztlichen Rat einholen. Das gilt besonders, wenn eine Pilzinfektion möglich ist.
4. Hitzeausschlag: Kleine rote Flecken bei Wärme
In Geschäften sehe ich immer wieder Babys, die in ihren gepolsterten Anzügen im Kinderwagen ganz rote Köpfe und Flecken bekommen, weil ihnen so heiß ist. Auch im Sommer bekommen empfindliche Babys gerne rote Flecken und sogar Pusteln wegen der Hitze.
Hitzeausschlag entsteht, wenn sich Schweiß in den Ausführungsgängen der Schweißdrüsen staut. Bei Babys kann sich das durch kleine rote Flecken oder Pusteln zeigen, besonders an Hals, Kopf, Rücken und in Hautfalten.
Im Sommer tritt Hitzeausschlag häufiger auf. Aber auch im Winter kann es dazu kommen, wenn Babys zu warm angezogen sind oder sich längere Zeit in überheizten Innenräumen aufhalten.
Pflegetipp bei Hitzeausschlag
Babys können ihre Körpertemperatur noch nicht so gut regulieren wie Erwachsene. Deshalb ist es wichtig, ihre Kleidung an die Umgebung und die jeweilige Situation anzupassen.
Achte darauf, dass Dein Baby weder überhitzt noch auskühlt. Ziehe bei längeren Aufenthalten in beheizten Räumen warme Außenschichten aus und vermeide zu enge oder stark wärmende Kleidung.
Wenn sich ein Hitzeausschlag entwickelt, helfen meist eine angenehm kühle Umgebung und leichte Kleidung. Auf stark fettende Pflegeprodukte solltest Du an den betroffenen Stellen zunächst verzichten, da sie die Schweißgänge zusätzlich verschließen können.
Wenn der Ausschlag anhält, sich ausbreitet, entzündet wirkt oder Fieber hinzukommt, lass Dein Baby ärztlich untersuchen.
5. Neurodermitis bei Babys: Wenn trockene Haut juckt
Neurodermitis, medizinisch atopische Dermatitis genannt, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die bereits im Säuglingsalter auftreten kann. Typisch sind trockene, gerötete Hautstellen und ein oft ausgeprägter Juckreiz. Die Haut kann sich schuppen, nässen oder durch Kratzen aufscheuern.
Bei Babys sind häufig die Wangen, die Kopfhaut und die Streckseiten von Armen und Beinen betroffen. Im weiteren Kindesalter können sich die betroffenen Stellen verändern.
Neurodermitis kann die ganze Familie belasten, insbesondere wenn der Juckreiz den Schlaf des Kindes stört. Gleichzeitig gilt: Nicht jeder juckende oder gerötete Hautausschlag ist Neurodermitis. Deshalb ist eine ärztliche Abklärung wichtig, wenn Du einen entsprechenden Verdacht hast.
Pflegetipp bei Neurodermitis
Eine konsequente, auf die Haut abgestimmte Basispflege ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Sie kann helfen, die Hautbarriere zu unterstützen und den Feuchtigkeitsverlust zu verringern.
Unsere Kundinnen und Kunden berichten von positiven Erfahrungen mit dem KAMI SOS Hautpflegeöl und dem SOS Hautpflegebalsam bei trockener, juckender Haut. Ob ein bestimmtes Pflegeprodukt für Dein Baby geeignet ist, hängt unter anderem vom Hautzustand, dem Alter und der individuellen Verträglichkeit ab. Bei entzündeter, nässender oder offener Haut solltest Du die Anwendung vorher ärztlich abklären lassen.
Bei Neurodermitis können je nach Schweregrad auch medizinische Behandlungen notwendig sein. Ärztlich empfohlene Kortisonpräparate sind bei entzündlichen Schüben eine etablierte Behandlungsmöglichkeit, wenn sie entsprechend der ärztlichen Anweisung angewendet werden. Pflegeprodukte wie KAMI skincare können hier helfen, die Kortisonprodukte langsam auszuschleichen und die Hautbarriere, die von Kortison geschwächt wurde, wieder zu stärken. Auch zwischen den akuten Schüben ist eine regelmäßige Basispflege wichtig.
Wann solltest Du mit Deinem Baby zum Arzt?
Viele Hautveränderungen bei Babys sind harmlos. Trotzdem gibt es Situationen, in denen Du nicht abwarten solltest.
Lass den Ausschlag kinderärztlich abklären, wenn er sich rasch ausbreitet, stark entzündet ist, nässt, offene Stellen entstehen oder Dein Baby unter ausgeprägtem Juckreiz oder Schmerzen leidet.
Bei Fieber, auffälliger Schlappheit, schlechtem Trinkverhalten oder einem deutlich beeinträchtigten Allgemeinzustand ist ebenfalls eine rasche medizinische Einschätzung wichtig. Bei einem Baby unter drei Monaten sollte Fieber immer umgehend ärztlich beurteilt werden. Punktförmige rote oder violette Flecken, die sich nicht wegdrücken lassen, sollten insbesondere bei zusätzlichem Krankheitsgefühl sofort medizinisch abgeklärt werden.
Fazit: Babyhaut braucht vor allem die richtige Pflege
Ob Babyakne, Kopfgneis, Windelausschlag, Hitzeausschlag oder Neurodermitis: Hautprobleme bei Babys können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Deshalb ist es wichtig, die Hautveränderung richtig einzuordnen und die Pflege darauf abzustimmen.
Eine sanfte Reinigung, das Vermeiden unnötiger Reizstoffe und eine geeignete Basispflege sind häufig gute erste Schritte. Bei anhaltenden, ausgeprägten oder unklaren Hautproblemen solltest Du Dich immer an Deine Kinderärztin oder Deinen Kinderarzt wenden.
Ich hoffe, dieser Überblick hilft Dir dabei, die häufigsten Hautprobleme bei Babys besser zu verstehen und die Bedürfnisse der empfindlichen Babyhaut besser einzuschätzen.
Mit lieben Grüßen
Eure Dr. Kerstin Schallaböck
Periorale Dermatitis (Mundrose) erkennen, verstehen und richtig behandeln
Kleine, gerötete Pusteln rund um den Mund, die aussehen wie Unreinheiten, aber einfach nicht abheilen wollen – egal, wie viele Pflegeprodukte man ausprobiert? Das könnte periorale Dermatitis sein, umgangssprachlich auch „Mundrose" genannt. Gerade Frauen, die sich sehr bewusst pflegen und viel auf ihre Haut achten, sind oft betroffen und vom plötzlichen Auftreten dieser wie Unreinheiten wirkenden Rötungen besonders irritiert. In diesem Beitrag erfährst du, was periorale Dermatitis ist, was die häufigsten Auslöser sind – und was bei der Behandlung wirklich hilft.
Was ist periorale Dermatitis?
Periorale Dermatitis (auch periorifizielle Dermatitis) ist ein entzündlicher Hautausschlag im Gesicht, der sich typischerweise durch kleine, gerötete Papeln und Pusteln rund um den Mund zeigt – häufig mit einem schmalen, ausgesparten Streifen direkt an der Lippe. Manchmal breitet sich das Bild auch auf die Nasenfalten oder die Augenpartie aus. Weil das Erscheinungsbild an Akne oder Rosazea erinnert, wird periorale Dermatitis nicht selten zunächst falsch eingeschätzt und entsprechend falsch behandelt.
Betroffen sind ganz überwiegend Frauen zwischen 20 und 55 Jahren – rund 90 % der Fälle. Gelegentlich tritt die Erkrankung aber auch bei Kindern auf.
Woher kommt der Name „Stewardessenkrankheit"?
Periorale Dermatitis wurde früher häufig auch als „Stewardessenkrankheit" bezeichnet. Der Grund: Sie trat auffällig oft bei Frauen auf, deren Berufsalltag eine besonders intensive Gesichtspflege- und Make-up-Routine erforderte. Genau dieser Zusammenhang – viele, oft reichhaltige Produkte auf ohnehin gereizter Haut – gilt bis heute als einer der zentralen Risikofaktoren.
Periorale Dermatitis: Die häufigsten Auslöser
Häufige Auslöser sind neben den zu reichhaltigen Cremes und Wirkstoffseren auch bestimmte Zahnpasten sowie Hormonveränderungen, gerade in der Perimenopause oder nach Schwangerschaften. Weitere dokumentierte Trigger sind Kaugummi sowie bestimmte Inhaltsstoffe in Kosmetik- und Sonnenschutzprodukten.
Besonders tückisch: kortisonhaltige Gesichtscremes. Sie beruhigen die Rötung erst, verschlimmern sie beim Absetzen aber oft umso mehr – ein Teufelskreis, den viele Betroffene erst spät durchschauen. Topische Kortisonpräparate im Gesicht gelten damit als der stärkste bekannte Auslöser für periorale Dermatitis: Die kurzfristige Besserung verleitet dazu, das Präparat weiter zu verwenden, während sich im Hintergrund die eigentliche Ursache des Rückfall-Schubs aufbaut.
Die gute Nachricht: Sind die Auslöser einmal erkannt, lässt sich mit der richtigen Strategie meist gegensteuern.
Periorale Dermatitis – was tun? Das Prinzip der Null-Therapie
Bei der Behandlung der perioralen Dermatitis gilt häufig: Weniger ist mehr. Wichtig ist der komplette Verzicht auf alle Pflegeprodukte. Oft wird verschrieben, nur Wasser zum Waschen zu verwenden und keinerlei Pflege zu verwenden. Dieses Prinzip der sogenannten „Null-Therapie" gibt der Haut die Chance, sich von außen zugeführten Reizen zu erholen und ihre eigene Barrierefunktion wieder aufzubauen.
Denn viele, vor allem silikonhaltige Pflegecremes bleiben auf der Hautoberfläche „sitzen“, anstatt tief in die Haut einzudringen. Sie können daher die Hautschutzbarriere nicht stärken. Durch die Null-Therapie bekommt die Haut wieder den Freiraum, sich selbst zu entwickeln.
Die Null-Therapie verursacht bei vielen Frauen allerdings unangenehmes Spannen auf der Haut. Die Haut war es gewohnt, ständig eingecremt zu werden – der plötzliche Totalverzicht ist entsprechend eine Umstellung, die einige Wochen dauern kann.
Welche Produkte helfen bei perioraler Dermatitis?
In der strengen Null-Therapie-Phase ist reines Wasser oft ausreichend – möchtest du dennoch reinigen oder etwas gegen das Spannungsgefühl tun, empfehlen wir in dieser Phase unser KAMI Wasch-Fluid. Es reinigt gründlich, aber sanft und ist mit seinem hohen Anteil an Pfirsichkernöl sehr rückfettend, was das Spannen minimiert. So bleibt die Haut sauber, ohne durch Seifenreste, reichhaltige Zusatzstoffe oder Duftstoffe zusätzlich gereizt zu werden – ganz ohne Kortison, dafür mit entzündungshemmendem Copaiba Balsam aus der Natur.
Generell gilt: Während und nach einer perioralen Dermatitis sollten Produkte für die Gesichtsreinigung so reduziert und mild wie möglich sein – seifenfrei, pH-hautneutral und rückfettend. Aktive Wirkstoffe, reichhaltige Cremes und Seren haben in dieser Phase nichts auf der Haut verloren.
Wichtig: ärztliche Abklärung nicht ersetzen
Periorale Dermatitis kann leicht mit Akne oder Rosazea verwechselt werden – und die jeweils passenden Therapien unterscheiden sich deutlich. Wer den Verdacht hat, betroffen zu sein, sollte die Diagnose daher von einer Hautärztin oder einem Hautarzt absichern lassen, bevor eigenständig Produkte abgesetzt oder Kortison verwendet wird. Das gilt besonders für ein plötzliches Absetzen bereits bestehender Kortisontherapien, da hier ärztliche Begleitung sinnvoll ist, um einen starken Rebound-Schub abzufedern.
Häufige Fragen zur perioralen Dermatitis
Periorale Dermatitis – was tun als erste Maßnahme?
Am wichtigsten ist der Verzicht auf Kortison und reichhaltige Pflegeprodukte im Gesicht. Eine ärztliche Abklärung hilft, periorale Dermatitis sicher von Akne oder Rosazea zu unterscheiden und die Behandlung gezielt zu planen.
Welche Produkte bei perioraler Dermatitis verwenden?
In der Null-Therapie-Phase möglichst wenige, sehr milde Produkte: seifenfrei, pH-hautneutral, rückfettend – wie das KAMI skincare Wasch-Fluid – statt reichhaltiger Cremes, Seren oder kortisonhaltiger Präparate.
Wie lange dauert die Behandlung der perioralen Dermatitis?
Die Null-Therapie erstreckt sich meist über mehrere Wochen. Wie lange genau, hängt vom individuellen Krankheitsverlauf ab – eine dermatologische Begleitung ist hier empfehlenswert.
Fazit
Periorale Dermatitis ist unangenehm, aber gut behandelbar – vorausgesetzt, man erkennt die eigentlichen Auslöser und gibt der Haut die Zeit und Ruhe, die sie zur Erholung braucht. Eine reduzierte, aber gut abgestimmte Reinigungsroutine mit milden, seifenfreien Produkten wie dem KAMI Wasch-Fluid kann entscheidend dazu beitragen, dass sich die Hautbarriere wieder stabilisiert – ganz ohne Kortison.
Sommerzeit – Wanderzeit. Wanderbegeisterte Eltern haben oft das Problem, dass sie nicht wissen, wie sie ihre Kinder für ihr Hobby begeistern können. Heute teilt Dr. Kerstin Schallaböck, Allgemeinärztin, 4-fach Mama und KAMI skincare Gründerin ihre Erfahrungen und Tipps rund um das Thema Wandern mit Kindern:
Eine Wanderung vor allem mit kleinen Kindern kann lustig, aber auch sehr anstrengend sein, selbst wenn die Kleinen längere Strecken schon selber gehen können. Auch Kinder im Kindergartenalter geben manchmal nach kurzer Zeit schon auf. Um das zu vermeiden und vor allem ihnen die Freude an der Bewegung nicht zu vermiesen, helfen schon kleine Dinge.
Meine Tipps für die Planung einer Wanderung mit Kindern:
Nehmt Euch realistische Strecken vor, Maßstab sollte das jüngste Kind sein. So lobenswert es ist, mit Kindern zu wandern: Es ist besser, mehrmals raus an die frische Luft zu gehen und kleine Strecken und Aktivitäten zu planen, als an einem Tag alle zu überfordern.
Wenn es heiß wird, schattige Routen im Wald planen. (Sonnenschutz natürlich immer schon vorher auftragen UND mitnehmen!)
Das Ziel sollte für Kinder interessant sein: ein toller Waldspielplatz, ein imposantes Gipfelkreuz, ein Bacherl oder eine Hütte, die das Lieblingsessen anbietet. Schöne Landschaft ist – und das sage ich aus Erfahrung – ziemlich uninteressant für Kinder.
Viele Wander-Regionen verfügen über ein spezielles Angebot für Kinder; informiere Dich vorab im Hotel oder beim Tourismusverband, auch gibt es spezielle Kinderführer (weiterführende Links auch unten).
Wenn es eine Seilbahn gibt, erspart den Kindern den mühsamen Anstieg und macht lieber eine Höhenwanderung. Da gibt es schöne Aussichtspunkte, oft auch Spielplätze und/oder Naturlehrpfade. Oft sind Seilbahnen-Karten in den Tourismusangeboten der Region inkludiert (z.B.Hochkönig- oder Schladming-Karte).
Spiele beim Gehen lenken von der Anstrengung und der Dauer ab. Wir spielen immer das Wörterkettenspiel mit verschiedenen Themen wie Vornamen, Obst/Gemüse, Länder/Städte etc. Das jüngste Kind fängt mit einem Wort, z.B. seinem Vornamen, an, der/die Nächste muss mit dem letzten Buchstaben einen neuen Namen finden (Anne – Egon – Nadja….).
Sagen und Märchen erzählen: Lies nach, welche Sagen es zum Urlaubsort oder zur Wandergegend gibt. Beim Gehen kannst Du die dann erzählen und so adaptieren, dass es für Dein Kind interessant und spannend wird. (Tipp: es gibt überall Sagen mit Drachen, Wichteln und/oder Prinzessinnen, wenn nicht, fällt Dir sicher etwas ein 😉!)
Kinder dehydrieren schnell. Achte auf regelmäßige Pausen mit Wasser (!!!) und kleinen Snacks, die vielleicht auch unterwegs gegessen werden können.
Den Rückweg nicht vergessen einzuplanen! Der dauert oft länger, weil die Kinder schon müde sind und das Ziel nicht mehr lockt. Sollte die gewählte Strecke doch zu schwierig oder zu lang sein, lieber frühzeitig umkehren als beim Rückweg ernste Probleme zu bekommen.
Mit einer Extraportion Motivation und Humor in den Tag gehen und als aller letzte Motivationsnotlösung eine Packung Lieblingssüßigkeiten einpacken!
Wird ein Kleinkind in einer Rückentrage transportiert, achte darauf, dass die Beine nicht eingeklemmt werden, Rücken und Kopf gut gestützt und geschützt sind. Bedenke auch, dass Dein Kind Sonne, Wind und Wetter ausgesetzt ist. Die Bekleidung muss als Sonnen- und Regenschutz dienen und veränderlichen Temperaturen – je höher hinauf man kommt, umso kälter wird es auch im Sommer – schnell angepasst werden können.
Bitte pack den Rucksack des Kindes selbst bzw. kontrolliere die Rucksäcke der Kinder. Die Kleinen sollten nur die Wasserflasche, Taschentücher und eine leichte Jacke selbst tragen. Das Tragen der Jause und schwerer Sachen sollten von den Erwachsenen erledigt werden.
Gute Schuhe sind aber fast das Wichtigste beim Wandern. Sie sollten Halt geben, wenn über Steine gegangen wird, über die Knöchel gehen und vor allem gutes Profil haben. Bei meinen Kindern ist auch wasserfest extrem wichtig, denn jedes Bacherl wird durchgequert. Also keine ausgelatschten Turnschuhe, Ballerinas oder gar Sandalen!
Wenn's doch mal wehtut: Die richtige Erstversorgung bei Schürfwunden
Vor allem aber unternimm keinen Ausflug ohne einigen kleineren und größeren Pflaster. Pflaster helfen oft auch ohne Wunde 😉
Manchmal ist aber tatsächlich ein aufgeschürftes Knie oder der aufgeschürfte Ellbogen beim Wandern mit Kindern zu versorgen. Über Stock und Stein, beim Spielplatzausflug danach oder beim Herumtollen am Rastplatz: Ein Sturz ist schnell passiert. Als Ärztin und als Mama weiß ich: In dem Moment zählt vor allem eines – schnell und richtig zu handeln, ohne die empfindliche Kinderhaut zusätzlich zu reizen.
Meine vier Schritte bei kleinen Schürfwunden:
Ruhe bewahren. Erst das Kind beruhigen, dann an die Wunde gehen – das nimmt schon die Hälfte des Schreckens.
Reinigen. Vorsichtig mit klarem Wasser spülen. Schmutz und Steinchen müssen raus, scharfe Desinfektionsmittel sind bei kleinen Kindern meist nicht nötig.
Trocken tupfen. Nicht reiben – das reizt die Haut zusätzlich.
Pflegen. Eine feuchtigkeitsspendende, pflegende Schicht kann die Heilung unterstützen und das unangenehme Spannungsgefühl lindern.
Sobald eine Wunde nicht mehr offen blutet, trage ich gerne unser KAMI SOS Öl oder den SOS Hautpflegebalsam sanft auf. Einer der Inhaltsstoffe, das Murmeltieröl, wird seit Jahrhunderten bei großen und kleinen Entzündungen und Hautirritationen eingesetzt und enthält natürliche Wirkstoffe, die die Hautregeneration unterstützen und die Narbenbildung verbessern können – ideal für empfindliche Kinderhaut, aber genauso für Erwachsene. Unser Roll-on passt in jede Hosentasche oder jeden Rucksack und ist auch bei juckenden Mücken- bzw. Gelsenstichen ein natürlicher Begleiter für den ganzen Sommer.
Bei Stürzen oder stumpfen Traumen das KAMI SOS Öl einmassieren und die verletzte Region bestmöglich, zum Beispiel mit einer Bandage oder einem Tuch, stabilisieren und kühlen.
Und ganz wichtig: Bei tiefen, stark blutenden oder sich entzündenden Wunden, bei Fieber oder wenn sich die Wunde nach ein paar Tagen nicht bessert, immer den Arzt oder die Ärztin aufsuchen.
Ich empfehle in ein kleines Täschchen folgendes einzupacken:
Spezielle Blasenpflaster, die nicht verrutschen können
Kleiner Desinfektionsspray
2-3 normale Pflaster in verschiedenen Größen
KAMI SOS Öl Roll-on für kleinere Wunden, Kratzer oder Insektenstiche
Für Allergiker: Antihistamine
Eine kleine Bandage
Steristrip zum Verschließen stärker blutender Wunden
Das Handy sollte jedenfalls dabei und aufgeladen sein. Man weiß ja nie, was passiert. Hilfreich ist auch, sich vorab lokale Notrufnummern bzw. die Nummer der Bergrettung aufzuschreiben/einzuspeichern.
Ich hoffe, die Tipps helfen Euch dabei die Kinder für Wanderungen zu motivieren. Wir Eltern lieben wandern sehr, unsere Kinder auch – wenn der Tag vorbei ist. 😉
Hier noch ein paar weiterführende Adressen für Informationen:
http://www.bergfex.at
http://www.wanderhotels.com
https://www.bergwelten.com/lp/wandern-mit-kindern
https://outdoorkid.de/wandern-mit-kindern/
https://www.alpenverein.de/bergsport/familie/wandern-bergsteigen-mit-kindern/wandern-mit-kindern_aid_10485.html
In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne und unbeschwerte Zeit in den Bergen!
Eure Kerstin Schallaböck